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1. ...
über die Entstehung des Golden Retrievers
2. ...
über den Rassestandard des Golden Retrievers
3. ...
über die Anschaffung eines Golden Retrievers
4. ...
über die Körperpflege des Golden Retrievers
5. ...
über die anderen Retrieverrassen
6. ...
über die Kastration einer Hündin
1. Die Entstehung des Golden
Retrievers
Der Golden Retriever entstand aus Kreuzungen
zwischen Settern, Neufundländern und Wasserspanieln. Über
viele Generationen hinweg wurden weitere Rassen wie
Retriever mit gewelltem Fell, Irish Setter und sogar ein
sandfarbener Bluthund eingekreuzt bis sich der Golden
Retriever zu dem Hund entwickelte, der er heute ist. 1903
fand man ihn das erste mal im Zuchtbuch des Kennel Club of
England unter der Bezeichnung Flatcoated Retriever (golden).
Erst 1920 bekam er seinen jetzigen Namen Golden Retriever.
In Amerika fand er allerdings erst 1932 durch den America
Kennel Club seine offizielle Anerkennung.
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2. Der Rassestandard des
Golden Retrievers
Der Golden Retriever ist eine von der FCI
(Féderation Cynologique Internationale) in Brüssel
festgelegte Rasse. Er gehört zur Gruppe 8 der
Apportier-, Stöber- und Wasserhunde und ist unter der
FCI-Nr. 111/8.1 vorgetragen.
Die wichtigsten Merkmale des Standards
sind:
Erscheinungsbild:
Symmetrisch, harmonisch, lebhaft, kraftvoll,
ausgeglichene Bewegung, freundlicher Ausdruck
Charakteristika:
Wille zum Gehorsam, intelligent, mit natürlicher Anlage
zu arbeiten
Wesen: Immer
freundlich, sowohl Menschen als auch Tieren gegenüber,
liebenswürdig und zutraulich
Kopf und Schädel:
Ausgeglichen und wohl geformt, breiter Oberkopf, ohne
grob zu sein, gut auf dem Hals sitzend, kräftiger
breiter und tiefer Fang. Fang von annähernd gleicher
Länge wie der Schädel, ausgeprägter Stop
Augen:
Dunkelbraun, weit voneinander eingesetzt, dunkle
Lidränder
Behang:
Mittelgroß, ungefähr in Höhe der Augen angesetzt
Gebiss:
kräftiger Kiefer mit einem perfekten regelmäßigen und
vollständigen Scherengebiss, wobei die obere
Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere
greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen
Hals: Von guter
Länge, muskulös
Vorhand:
Vorderläufe gerade mit kräftigen Knochen, Schultern gut
zurückliegend, langes Schulterblatt bei gleicher
Oberarmlänge, dadurch gut unter den Rumpf gestellt.
Ellenbogen gut anliegend. Von vorne gesehen sollten die
Vorderläufe und Ellenbogen gerade stehen, weder nach
innen noch nach außen gedreht. Die Vorderläufe sollen
krätige Knochen aufweisen, die das Gewicht des Hundes
mit Leichtigkeit tragen. Der Rücken sollte eine gerade
Linie vom Widerrist zum Rutenansatz bilden und weder
abfallend noch hochgezogen werden.
Gebäude:
Ausgeglichen, kurz in der Lendenpartie, mächtiger
Brustkorb. Rippen tief und gut gewölbt, gerade obere
Linie.
Hinterhand:
Lende und Läufe kräftig und muskulös. Unterschenkel von
guter Länge, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefe
Sprunggelenke die von hinten betrachtet gerade sind,
nicht ein- oder ausdrehend. Kuhhässigkeit ist im
höchsten Maße unerwünscht. Die kräftige Muskulatur der
Lendenpartie geht in eine ebenso kräftige Hinterhand.
Der Oberschenkel ist sowohl breit wie auch muskulös, der
Unterschenkel lang, der Knochen zwischen Sprunggelenk
und Pfote kurz.
Pfoten: Rund
und geschlossen, nicht zu groß. Die Zehen nicht zu lang
und gut gekrümmt, die Ballen ausgebildet und kräftig.
Katzenpfoten.
Rute: In Höhe
der Rückenlinie angesetzt und getragen, bis zu den
Sprunggelenken reichend, ohne Biegung am Rutenende. Der
Rutenansatz verläuft in einer Linie mit dem Rücken. Die
Rute wird gerade getragen, entweder in der Höhe des
Rückens oder ein wenig darüber, aber weder hoch über den
Rücken getragen noch herunterhängend zwischen den
Hinterläufen. Sie sollte auf der Unterseite eine gute
Befederung aufweisen
Gangart/Bewegung:
Kraftvoll mit gutem Schub. Gerade und parallel in Vor-
und Hinterhand. Vortritt ausgreifend und frei, dabei in
der Vorhand ohne ein Zeichen des Steppens. In der
Bewegung sollte der Golden Retriever ein flüssiges,
raumgreifendes Gangwerk zeigen mit viel Schub aus der
Hinterhand. Die Vorderläufe werden dabei nicht zu hoch
gehoben, die Pfoten und der Vordermittelfuß drehen sich
weder ein- noch auswärts. Die Beine bewegen sich
parallel
Haarkleid:
Glatt oder wellig mit guter Befederung. Dichte
wasserabstoßende Unterwolle
Farbe: Jede
Schattierung von gold oder cremefarben, weder rot noch
mahagoni. Einige weiße Haare, allerdings nur an der
Brust, sind zulässig.
Größe:
Schulterhöhe: Rüden 56 bis 61 cm, Hündinnen 51 bis 56 cm
Fehler: Jede
Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als
Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem
Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Anmerkung:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte
Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum
befinden
Gewicht: Das
Gewicht des Golden Retriever ist bei Rüden oft mit 32
bis 37 kg und bei Hündinnen mit 25 bis 28 kg angegeben.
Dies ist aber sehr abhängig von der Größe und dem
Körperbau des Hundes. So ist es nicht selten, dass Rüden
aus der Ausstellungslinie über 40 kg und Hündinnen aus
der Ausstellungslinie über 30 kg erreichen.
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3. Die Anschaffung eines
Golden Retrievers
"Schau mal Mama! Der ist aber süß!"
Diese Aussage sollte kein Grund sein,
sich einen Golden Retriever anzuschaffen!!! Der Golden
Retriever ist ein netter, lieber und SEHR
familienfreundlicher Hund! Aufgrund seiner Eigenschaften
ist der Golden Retriever deshalb ein sehr geeigneter
Familienhund der dennoch EINIGE Anforderungen stellt.
BITTE überlegen Sie es sicht gut, wenn Sie vorhaben sich
einen Golden anzuschaffen! Neben der Grundvoraussetzung,
dass alle Familienmitglieder mit der Anschaffung
einverstanden sind, sollten Sie sich folgendes
überlegen:
Habe ich genügend Zeit mich um den Golden
zu kümmern?
Mir ist bewusst, wenn ich einen Welpen
hole, dass dieser noch nicht stubenrein ist und ich
mind. alle zwei Stunden mit ihm raus muss!
Mir ist bewusst, dass die erste Zeit mit
dem Welpen SEHR anstrengend ist!
Ich bin mir bewusst, dass sich der Golden
am liebsten in der Nähe von Herrchen und Frauchen
aufhält und unbedingt ENGEN Familienanschluss braucht!
Habe ich genug Platz für einen Golden?
Mir ist bewusst, dass sich der Golden
auch mal sehr gern schmutzig macht und ein freudiger
Schwimmer ist und dadurch die Wohnung auch mal dreckig
wird!
Hab ich die finanziellen Möglichkeiten
einen Golden zu halten (Tierarztkosten, Futter etc.)?
Bin ich bereit, meinen Urlaub
hundegerecht zu gestalten oder auch mal auf Urlaub zu
verzichten!
Mir ist bewusst, dass mich der Golden
wenn alles gut geht zwischen 12 und 14 Jahren,
vielleicht sogar noch länger, begleitet?
Diese Punkte sind lediglich ein paar
grundlegende Dinge die Sie klären sollten; wenn Sie
einen oder gleich mehrere Punkte nicht erfüllen können,
sollten Sie lieber die Finger vom Golden lassen! Er hat
es verdient, dass ihm viel Zeit entgegengebracht wird.
Sollten Sie sich entschieden haben, sich
einen Golden anzuschaffen, ist es SEHR wichtig darauf zu
achten, von wo Sie Ihren Golden holen! Am besten Sie
informieren sich beim Verband für Deutsches Hundewesen
(VDH) oder direkt beim
Golden Retriever Club (GRC) bzw. beim
Deutschen Retriever Club (DRC) die
beide dem VDH angehören. Lassen Sie auf jeden Fall die
Finger von Golden Retrievern, die über die Zeitung
angeboten werden. Ein seriöser Züchter inserriert
niemals über die Zeitung! Zwar steht in
Zeitungsangeboten fast immer dabei, dass die Hunde
Papiere wie z.B. eine Ahnentafel besitzen. Doch vorsicht!!!
Zwischen Ahnentafel und Ahnentafel gibt es weite
Unterschiede!
Sowohl der GRC als auch der DRC haben
strenge Zuchtvorschriften, die sicher stellen, dass die
Welpen bestens versorgt werden! Bei Hunden der
vorgenannten Vereine können Sie davon ausgehen, dass der
Welpe in der Zeit bis zur Abgabe bestens versorgt wurde,
und alles nötige unternommen wurde, damit aus dem Welpen
ein vom Wesen und von der Gesundheit typischer Golden
Retriever wird.
Beide Vereine führen sogenannte
Welpenlisten, dort könne Sie sehen, wo Würfe erwartet
werden bzw. wo schon welche gefallen sind. Gehen Sie
bitte nicht davon aus, dass Sie von heute auf morgen
einen Welpen bekommen.
Sie sollten sich auf längere Wartezeiten
und unter Umständen auf einen weiteren Abholweg
einstellen. Scheuen Sie sich nicht, den Züchter zu
fragen, ob Sie die Mutterhündin sowie den Aufzuchtsort
sehen dürfen. Im Gegenteil, ein seriöser Züchter wird es
voraussetzen, dass Sie sich umgeschaut haben.
Wenn feststeht, dass Sie einen Welpen
bekommen, besuchen Sie den Welpen so oft es geht. Ihr
Züchter wird stets mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Alle weiten Informationen über die
Anschaffung, wie z.B. die Grundausrüstung und die
richtige Fütterung, erhalten Sie von Ihrem GRC- bzw.
DRC-Züchter.
Nehmen Sie längere Wartezeiten in
Anspruch, und lassen Sie sich nicht davon abringen,
einen Welpen vom seriösen Züchter zu holen, nur weil
dieser unter Umständen ein paar Hundert Euro teuerer
ist! DAS ist es wert!!! Oder möchten Sie einen
wesensuntypischen, vielleicht sogar aggressiven Golden
Retriever der mit rassetypischen Krankheitserscheinungen
zu kämpfen hat, und womöglich aus einer Massenzucht
stammt? Denken Sie daran, Golden Retriever ist nicht
gleich Golden Retriever!!! Sicher können auch Hunde
von seriösen Züchtern mal Krankheiten aufweisen, oder
vielleicht auch nur zwei Jahre alt werden. Aber Sie
können sich sicher sein, dass Züchter vom GRC und DRC
alles erdenkliche daran setzen, dass dies nicht der Fall
ist.
Ich wünsche
Ihnen auf jeden Fall viel Spaß mit Ihrem neuen Freund!!!
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4. Die Körperpflege des
Golden Retrievers
Die Körperpflege sollte bereits im
Welpenalter beginnen, da sich der Hund dann von Anfang
an an die Pflege gewöhnt und er es als "normal"
empfindet. Zudem fördert die tägliche Pflege die Bindung
zwischen Mensch und Hund. Tägliche Kontrolle der Augen,
Ohren, Pfoten und Zähne sind empfehlenswert.
Für die Körperpflege des Golden
Retrievers sollte man sich eine Grundausrüstung
anschaffen, bestehend aus
- u.U. Zahnbürste und Hundezahnpasta
Info: Kaufen Sie sich keine billigen
Scheren denn diese werden sehr schnell stumpf!!!
Die Körperpflege beinhaltet mehrere
Punkte:
Das Fell wird mehrmals pro Woche immer in
Wuchsrichtung gebürstet. Das Bürsten fördert die
Durchblutung, entfernt totes Haar, verhindert
Verfilzungen und ermöglicht eine frühzeitige Erkennung
von möglichem Befall von Parasiten. Der Körper sollte
mit dem Drahtstriegel und die Rute sowie die Befederung
an den Läufen sollte mit dem Metallkamm gekämmt werden.
Je nach Veranlagung und Beschaffenheit
des Bodens, kann es sein, dass die Krallen des Golden zu
schneiden sind. Dabei muss sehr vorsichtig vorgegangen
werden. Es ist empfehlenswert, sich das Krallenschneiden
zeigen zu lassen. Beim Schneiden der Krallen besteht die
Gefahr, die Blutgefäße in den Krallen zu verletzen. Man
sollte daher nicht zu viel wegschneiden. Wenn man sich
mit dem Schneiden nicht sicher ist, sollte dies lieber
der Tierarzt vornehmen.
Bei Verschmutzungen des Ohrs ist dieses
am Besten mit einem Papiertuch zu reinigen. Am besten
man wickelt das Tuch um den Finger und reinigt
vorsichtig von innen nach außen. Wattestäbchen sollte
man aufgrund der hohen Verletzungsgefahr nicht
verwenden.
Die Zähne des Golden werden beim Kauen
von Kauartikeln bereits gereinigt. Sollte sich dennoch
Schmutz ablagern kann dieser mit speziellen
Hundezahnbürsten und entsprechender Hundezahnpasta
entfernt werden. Alternativ können Sie sich auch ein
Stück Mullbinde um den Finger wickeln und damit die
Zähne reinigen.
Der Golden Retriever sollte ab und zu
getrimmt werden um seine Schönheit zu unterstreichen.
Das Trimmen sollte man sich vom erfahrenen
Golden-Besitzer oder vom Züchter zeigen lassen. Die
Haare zwischen den Fußballen müssen mit einer glatten
Schere sauber herausgeschnitten werden. Die Behaarung an
den Vorderläufen wird mit der Effilierschere bis zum
Carpalballen getrimmt. Die Behaarung an den Hinterläufen
wird mit der Effilierschere solang getrimmt bis die
Fesseln glatt wirken. Die Befederung an der Rute wird
mit der glatten Schere ca. 1 cm nach der Rutenspitze
gerade abgeschnitten, und anschließend wird die
restliche Befederung der Rute sichelförmig mit der
glatten Schere geschnitten. Die Haare im Bereich des
Brustbeins und des Halses werden mit der Effilierschere
ausgedünnt.
Aber wie gesagt, dass Trimmen sollten Sie
sich zeigen lassen, bevor Sie sich das erste Mal selbst
ran trauen!!!
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5. Die anderen
Retrieverrassen

Jeweils
einfarbig schwarz, gelb oder schokoladenfarben. Der
Labrador ist etwas kompakter als der Golden.
Der
Flat Coated Retriever
Jeweils
einfarbig schwarz oder leberbraun. Der Flat ist
temparamentvoller als der Golden.
Der
Curly Coated Retriever

Jeweils
einfarbig schwarz oder leberbraun. Der Curly ist der
größte Retriever.
Der
Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Verschiedene Schattierungen von rot bis orange
möglich. Der Toller ist die kleinste Retrieverrasse.
Der
Chesapeake Bay Retriever

Verschiedene Schattierungen von rot bis dunkelbraun.
Der Chessy eignet sich als einziger Retriever als
Wach- und Schutzhund.
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6. Die
Kastration einer Hündin
Als erstes sollte jeder wissen,
dass eine Kastration ohne medizinische
Indikation nach dem Tierschutzgesetz nicht
erlaubt ist. Leider findet der entsprechende
Tierarzt zusammen mit dem Halter, der seine
Hündin kastrieren lassen möchte, immer einen
medizinischen Grund, eine Kastration durchführen
zu lassen. Sei es weil die Hündin stark blutet,
oder weil sie einmal scheinträchtig wurde. Eine
einmalig auftretende Scheinträchtigkeit oder
etwas stärkeres Bluten ist jedoch noch LANGE
kein Grund für eine Kastration.
Nachfolgend ein paar Meinungen
erfahrener Züchter des GRC und DRC sowie einiger
Tierärzte auf folgende Frage:
"Hallo, ich bekomme wohl, wenn
alles gut läuft, Ende des Jahres einen
Golden-Welpen (weiblich). Bei einem Punkt,
nämlich der Kastration, gehen die Meinungen
vorallem bei Tierärzten stark auseinander. Ich
wollte mich daher sowohl in seriösen
Züchterkreisen als auch bei verschiedenen
Tierärzten zu diesem Thema informieren. Was
halten Sie von der Kastration einer Hündin? Wenn
ja, wann ist die beste Zeit? Mir geht es nicht
um irgendwelche Bequemlichkeiten bezüglich
hygienischer Gründe, sondern vielmehr darum, was
für den Hund besser ist (auch hinsichtlich
späterer Geschlechtskrankheiten)."
1. "Hallo lieber zukünftiger
Golden-Besitzer,
ich halte von der Kastration
nichts, ich sehe darin eine unnötige
Verstümmelung der Hündin. Man kann sehr wohl gut
aufpassen in der heißen Phase der Läufigkeit."
2. "Hallo, danke für ihre email.
Soweit hygienische Gründe keine Rolle spielen
(was ich gut finde), würde ich meine Hündin,
auch wenn sie keinen Wurf groß ziehen soll,
nicht kastrieren.
Es ist wissenschaftlich nicht
erwiesen, dass eine Kastration vor späteren
Krankheiten schützt. Gut, die Gebärmutter ist
entfernt und nur diese wäre dann nicht mehr
gefährdet.
Beachten Sie bitte, dass eine
Kastration hormonelle
Störungen/Umstellungen/Einstellungen des Körpers
mit sich bringt und dies zu heute noch nicht
bedachten Beeinflussungen bei ihrer Hündin
kommen kann (z.B. stumpfes Fell oder starkes
Wachstum wolligen Haares, was kaum zu pflegen
geht, Gewichtszunahme, Veränderungen im Wesen
etc.), die sie so sicher nicht wollen. Ein
großer Prozentsatz kastrierter Hündinnen werden
in gewissem Umfang urininkontinent. Die kann nur
periodisch auftreten, beispielsweise während die
Hündin schläft, steht möglicherweise im
Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen in
der Zeit, wo sie sonst heiß geworden wäre."
3. "Grundsätzlich gibt es keinen
vernünftigen Grund für eine Kastration - es sei
denn, der Hund hat eine Krankheit."
4. "Ich halte überhaupt nichts
davon!!!!!!!!!!!!!! Zwei meiner Hündinnen gingen
nicht in die Zucht; beide haben ein erfülltes
Leben gehabt ohne Kastration und ohne
Hormonbehandlung, die eine Läufigkeit
unterdrücken soll. Ich würde es wieder so
machen. Eine Hündin wurde 12 1/2 und die andere
13 und einen Monat."
5. "Zunächst einmal finde ich es
wirklich gut, dass sie sich auch bei den
Züchtern über dieses Thema informieren. Ich kann
es verstehen, dass wenn man mehrere Tierärzte in
dieser Sache konsultiert und alle verschiedene
Meinungen haben, nicht mehr weiß, was mache ich
denn jetzt richtig.
Also ich persönlich rate auf
jeden Fall, erst einmal solch eine Läufigkeit
mit ihrer Hündin zu erleben und genau beobachten
wie sie, oder ob sie sich stark verändert. Meine
Hündin benimmt sich völlig unverändert. Sie ist
lustig, macht alle Späße mit, wie auch vorher,
und Scheinträchtigkeit kenne ich bei ihr
überhaupt nicht. Also, vorausgesetzt, ich wollte
nicht züchten, warum sollte ich sie jemals
kastrieren lassen??"
Fazit:
Die Meinungen der Züchter
sprechen doch recht eindeutig gegen eine
Kastration aufgrund überwiegender Nachteile (Inkontinenz,
Fellveränderungen, Wesensveränderungen,
Gewichtszunahme).
1. "Die Fragen lassen sich so
kurz und pauschal nicht beantworten. Es gibt
Vorteile und Nachteile bei einer Kastration, die
in dem jeweiligen Fall abgewogen werden sollten.
Prinzipiell ist eine Kastration ohne
medizinische Indikation nach dem
Tierschutzgesetz nicht erlaubt!"
Fazit:
Einziger Tierarzt der bei unserer Frage auf das
Tierschutzgesetz hingewiesen hat!!!
- eine seltene Komplikation ist
die Harninkontinenz. Ein sehr, sehr geringer
Prozentsatz der kastrierten Hündinnen leidet
darunter. Meist kann sie mit Medikamenten
behoben werden.
- Gewichtszunahme ist die
häufigste Nebenwirkung, wenn auch nicht ohne
Mitverschulden des Besitzers. Ein gesundes
Verhältnis aus Bewegung und Fütterung kann hier
Abhilfe schaffen.
- in wenigen Ausnahmefällen kann
sich die Fellqualität etwas verschlechtern, ihre
Hündin gehört allerdings nicht zu einer Rasse,
bei der das häufiger vorkommt. Wenn sie ihren
Hund allerdings ausstellen möchten, würde ich
eher von dem Eingriff abraten.
- häufig wird als Nachteil noch
das Restrisiko des operativen Eingriffs erwähnt.
Da es sich bei der Routinekastration um eine
junge, absolut gesunde Hündin handelt, ist das
Restrisiko sehr gering, zumal der Eingriff bei
jungen Hunden nur sehr kurz dauert und das
Gewebe noch nicht sehr stark durchblutet ist.
- Verhinderung der Läufigkeit
(und damit auch des Dranges in der Läufigkeit
ständig wegzurennen)
- Verhinderung von
Scheinträchtigkeit und der damit verbundenen
Risiken.
- Verhütung der
lebensgefährlichen Gebärmutterinfektion.
- Wenn die Hündin vor erreichen
des Erwachsenenalter kastriert wird, ist das
Risiko einer Brustkrebsentwicklung später
deutlich verringert.
In einigen Fällen kann,
unabhängig von ihrer Entscheidung, eine
Kastration aus medizinischen Gründen notwendig
werden. Sie ist dann durch den veränderten
Hormonhaushalt nicht mehr als Routinefall
anzusehen, Meist gibt es dann z.B. eine stärkere
Blutungsneigung. Aus medizinischer Sicht
überwiegen somit die Vorteile die Nachteile. Der
wichtigste Denkansatz ist und bleibt die Frage,
ob sie von ihrer Hündin eines Tages Welpen
möchten, oder nicht. Gerne können sie auch nach
Erhalt ihrer Hündin das individuelle Risiko in
unserer Klinik abschätzen lassen."
Fazit:
Hier werden die Nachteile IMMER verschönigt. Die
Harninkontinenz kommt z.B. sehr häufig vor bei
Hündinnen die mehr als 25 kg (zu dem der Golden
zählt) wiegen. Ständige Folgekosten für
Medikamente, die die Harninkontinenz in den
Griff bekommen und zusätzliche körperliche
Belastung für die Hündin aufgrund der chemischen
Medikamente sind die Folge. Der Golden zählt
durch sein langes Haarkleid sehr wohl zu den
Rassen, die nach einer Kastration mit unschönen
Fellveränderungen zu kämpfen haben. Warum auch
sonst würde selbst dieser Tierarzt von einer
Kastration abraten, wenn man seinen Hund
ausstellen möchte?! Es wurde nicht erwähnt, das
die Wesensentwicklung der Hündin erstarrt wenn
die Kastration vor dem Erwachsenenalter
durchgeführt wird, was heißt, dass eine
Kastration vor der ersten Läufigkeit zur Folge
hätte, dass die Hündin ewig ein "Welpe" bleibt
und von Artgenossen auch als Welpe angesehen
wird!" Wir hatten bei diesem Tierarzt eindeutig
den Eindruck, dass er uns unter anderem nur so
massiv zur Kastration geraten hat, da sich seine
Tierklinik nicht weit von unserem Wohnort
entfernt befindet, und er uns somit wohl schon
als potentiellen "Neukunden" gesehen hat.
Sollte für jemanden, der sich
eine Hündin anschaffen möchte, von Anfang an
feststehen, dass er sie aus hygienischen Gründen
(Blutung) kastrieren lässt, sollte er sich noch
einmal sorgfältig überlegen ob er mit der
Anschaffung einer Hündin wirklich die richtige
Wahl getroffen hat. Sicherlich gibt es während
der Läufigkeit gewisse Dinge zu beachten, die
aber wirklich nicht so schlimm sind um der
Hündin etwas "zu nehmen" und sie dem unnötigen
Risiko einer Operation mit Vollnarkose
auszusetzen. Wir haben jetzt eine Läufigkeit von
Candy erlebt und müssen ganz deutlich sagen,
dass wir uns den Verlauf der Läufigkeit viel
schlimmer vorgestellt haben als er dann
letztendlich war (geringe Blutmenge, keine
Fluchtversuche, keine Rüden vor der Haustür,
keine Wesensveränderungen). Also absolut kein
Grund für eine Kastration.
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